Umfrage belegt: "Alter schafft Neues" bereits jetzt erfolgreich in der täglichen Freiwilligenarbeit verankert
21.07.08
Die im Frühjahr gestartete Kampagne "Alter schafft Neues" gewinnt weiter an Fahrt: Das Programm "Aktiv im Alter" und das Memorandum "Mitgestalten und Mitentscheiden - Ältere Menschen in Kommunen" bilden bereits zentrale Bezugspunkte für die tägliche Freiwilligenarbeit von Seniorinnen und Senioren. Das ist das Ergebnis einer ersten Befragung beim Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche Deutschlands (Diakonie).
Demnach sind sowohl Programm als auch Memorandum inzwischen breitflächig bekannt. Ziele des Memorandums, das in diesem Frühjahr Bundesministerin von der Leyen übergeben worden war, würden in der täglichen Freiwilligenarbeit bereits berücksichtigt und umgesetzt, so die Untersuchung. Das zentrale Anliegen der Kampagne "Aktiv im Alter" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) ist es, bessere Bedingungen für die Freiwilligenarbeit älterer Menschen zu schaffen.
Der Umfrage zufolge sehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Diakonie in dem Memorandum eine wichtige Stütze für ihre tägliche Arbeit. In Großstädten, wo bereits Strukturen der Freiwilligenarbeit von Seniorinnen und Senioren existieren, bestärke das Memorandum ältere Menschen in ihrem bürgerschaftlichen Engagement. In ländlichen Regionen, wo derartige Strukturen seltener sind, könne das Memorandum eine wichtige Argumentationshilfe darstellen bei dem Versuch, neue Kooperationspartner zu gewinnen. Darüber hinaus trügen Programm und Memorandum dazu bei, die Zusammenarbeit zwischen Kommunen und gemeinnützigen Trägern zu stärken. Der Zeitpunkt für eine noch intensivere Kooperation sei günstig, da sich die finanziellen Spielräume der Städte und Landkreise in den vergangenen Monaten deutlich verbessert hätten, heißt es weiter. Bei der Umsetzung müsse jedoch darauf geachtet werden, Doppelstrukturen zu vermeiden.
Um den langfristigen Erfolg der Kampagne "Aktiv im Alter" zu sichern, sollte nach Auffassung der Diakonie-Mitarbeiter und -Mitarbeiterinnen die längerfristige Finanzierung - auch von Personalkosten - gewährleistet sein. Weitere Vorschläge aus den Reihen der Angestellten der Diakonie beziehen sich auf die Einführung von Qualitätssicherungsverfahren und eine stärkere Kommunikation der täglichen Freiwilligenarbeit nach außen.
Die diakonischen Werke sind Partner im Programm "Aktiv im Alter" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ). In dem Wohlfahrtsverband der EKD sind rund 435.000 hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt und 400.000 Ehrenamtliche engagiert.

